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Echtzeitmusik Berlin

Selbstbestimmung einer Szene · Self-Defining a Scene

Herausgegeben von Burkhard Beins, Christian Kesten, Gisela Nauck und Andrea Neumann
416 S., Fotos, Pb.
deutsch / englisch

Aus der Perspektive der Beteiligten und einiger BeobachterInnen erforscht, dokumentiert und reflektiert das Buch Echtzeitmusik Berlin – Selbstbestimmung einer Szene ein vielschichtiges Phänomen innerhalb der Berliner Musikkultur, dessen Einfluss und Bedeutung weit über die Stadt hinauswirkt. In den Freiräumen des Ostteils der Stadt nach dem Mauerfall entstanden und in einem kulturellen Koordinatensystem aus Hausbesetzung und freier Improvisation, Punk und Neuer Musik, sozialem Experiment und Performancekunst wurzelnd, hat die Echtzeitmusik-Szene in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine bewegte musikalische und soziale Entwicklungsgeschichte durchlaufen und sich zu einer großen Bandbreite weitestgehend experimenteller Musikformen ausdifferenziert, die an so unterschiedliche Bereiche wie Noise, Electronica, Trash-Pop, Free Jazz und zeitgenössische komponierte Musik, aber auch Performance- und Klangkunst angrenzen.
Dieses Buch ist eine theoretische Annäherung an eine aus der Praxis heraus sich konstituierende Szene, die mit jedem einzelnen Beitrag sich selbst beschreibt, sich schreibend erfindet, bestimmt und positioniert. Ein Akt verbaler Sichtbarmachung. Es gibt nicht die Geschichte, sondern nur eine Vielzahl von Geschichten, nicht die Theorie, sondern unterschiedlichste, teils widerstreitende Konzeptionen und Herangehensweisen. Echtzeitmusik – Selbstbestimmung einer Szene spiegelt diese Multiperspektivität wider und versteht sich nicht allein als eine Dokumentation einer Geschichte der Echtzeitmusik, sondern ist selbst Teil davon.

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