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Musik der USA

Kultur- und musikgeschichtliche Streifzüge

Von Wolfgang Rathert und Berndt Ostendorf

744 S., geb., Abb.

60 Jahre nach der letzten zusammenhängenden deutschsprachigen Einführung in die Musik der USA unternimmt die vorliegende Darstellung den Versuch, die vielfältigen Voraus­setzungen und Entwicklungsstränge der amerikanischen Musikgeschichte zu bündeln und einem breiten Lesepublikum anschaulich zu vermitteln.

Das vorliegende Buch geht auf die vor einigen Jahren gefasste Idee der beiden Autoren zurück, aus amerikanistischer und musikwissenschaftlicher Sicht für ein größeres deutschsprachiges Lesepublikum eine Einführung in die amerikanische Musik und ihre Geschichte zu ermöglichen. Dieses Vorhaben durchlief im Lauf der Arbeit wesentliche Wandlungen: Der Plan, eine Geschichte der amerikanischen Musik von ihren Anfängen bis heute noch einmal erzählen zu können, erwies sich angesichts der Geschwindigkeit des Literatur- und Forschungszuwachses als undurchführbar. Zudem haben sich die Möglichkeiten, sich im Internet über verschiedenste Bereiche der amerikanischen Musik umfassend und kompetent zu informieren, in diesem Zeitraum so verbessert, dass eine redundante Nacherzählung von einzelnen Phänomenen und Gattungen nicht sinnvoll erscheint, die anderswo kompakter, vollständiger und aktueller zu finden sind. Der enzyklopädische Anspruch ist freilich noch im Anhang sichtbar: Die synoptische Chronik und die Auswahl-Bibliographie versuchen, soweit wie möglich, das Panorama, um das es geht, anzudeuten.

So verstehen sich die vier Kapitel des Buchs als Streifzüge: Spielarten des Populären, Kulturelle Vernetzungen, Autonomiebestrebungen in der nordamerikanischen Musikgeschichte und Das 20. Jahrhundert als das „amerikanische Jahrhundert“. Sie spiegeln die Intentionen und Interessen, aber auch die Grenzen der Kompetenz der Autoren wider. Letztere werden durch die eher marginale Behandlung der Popularmusik nach 1945 und die Milieus der Gegenkulturen seit den 1980er Jahren gesteckt. Im Mittelpunkt standen der Wunsch, die „geheime Choreographie“ der amerikanischen Musik transparenter zu machen und Themen zu behandeln, die einem deutschsprachigen Publikum entweder vertraut sind (wie der Minimalismus) oder aber mit europäischen Bezügen (Migration und kultureller Austausch) zu tun haben, deren systematische Erforschung erst jetzt beginnt. Das Buch verzichtet daher auch weitgehend auf Werkbesprechungen zugunsten von Kontextualisierungen. Die Kapitel sind so geschrieben, dass sie auch für sich gelesen werden können; gelegentliche Redundanzen sind daher möglich, aber auch beabsichtigt, da dieselben Themen oder Akteure dann in anderen Zusammenhängen erscheinen.

Nicht anders als frühere Bücher über die amerikanische Musikgeschichte ist auch dieses Buch ein „work in progress“, auf dessen Weiterentwicklung die Autoren hoffen. Für eine kritische Auseinandersetzung, den Hinweis auf Leerstellen und Fehler, sind sie dankbar, hoffen aber gleichzeitig, dass diese tour de force und tour de horizon möglichst viele Leser anregen wird, eigene Streifzüge in der faszinierenden Landschaft der amerikanischen Musik zu unternehmen.

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