Jazz und Gesellschaft

Sozialgeschichtliche Aspekte des Jazz

Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung Band 7

herausgegeben von Wolfram Knauer
303 S., Pb., Abb.

Der Jazz war immer eine gesellschaftlich relevante Musik. Er hat das 20. Jahrhundert begleitet wie keine andere Musikrichtung, stand für kulturelle Entwicklungen, die auch auf anderen Gebieten von Bedeutung waren: den Wandel vom Euro- zum Amerikazentrismus, die Einführung neuer Medien zur massenkulturellen Verwertung, den Vorrang von Interpretation vor Komposition und individuellem Sound vor klassischem Klangideal. Um die unterschiedlichsten Aspekte der gegenseitigen Einflüsse von Jazzmusik und Gesellschaft, um die Lebensumstände der Musiker in den USA wie in Europa, um musikästhetische Fragen, um den Themenkreis Jazz und Kritik, um eine kritische Bestandsaufnahme soziologischerForschungen zum Jazz und dergleichen mehr ging es beim 7. Darmstädter Jazzforum, dessen Referate in diesem Band zusammengefaßt sind.

Ralf-Peter Fuchs: Neue Menschen und Kultur der Moderne. Der Jazz und sein Publikum in der deutschen Nachkriegspresse 1945–1953
Christian Broecking: Adorno versus Berendt revisited. Was bleibt von der Kontroverse im Merkur 1953?
Tobias Richtsteig: Jazz und Zahlen. www.jazzpublikum.de – Sozialpsychologische Basisdaten im Zeitvergleich. Ein Forschungsbericht
Wolfram Knauer: »Wegweiser Jazz«. Anmerkungen zum Zustand der deutschen Jazzszene
Heinz Steinert: Musik und Lebensweise. Warum und wie sich Jazz-Musik eignet, eine soziale Position zu markieren
Wolfgang Sandner: Verbaler Impressionismus, wohlmeinende Apologie. Probleme der Jazzkritik
Ursel Schlicht: Individuelle Musik auf Jazzbasis. Arbeitsbedingungen und Ausdrucksformen von Musikerinnen in Hamburg und New York
Lewis A. Erenberg: Swing Left. Linke Politik und Bigband-Jazz in der Zeit des New-Deal
Ingrid Monson: Über Jazz, Geschichte und soziale Theorie. Theoretische Hintergründe der »Freedom Sounds«
George E. Lewis: »Gittin' to know y'all«. Von improvisierter Musik, vom Treffen der Kulturen und der »racial imagination«
Mike Heffley: Vom Anarchischen zum Archaischen. Zur Theorie der freien Improvisation
Peter Niklas Wilson: Von der sozialen Irrelevanz improvisierter Musik
Ekkehard Jost: Reflexionen über die Soziologie des Jazz

 

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