Johannes Menke: PAX

Analyse bei Giacinto Scelsi:
Tre canti sacri und Konx-Om-Pax

(sinefonia 1 )
280 S., Pb., Notenbeisp.

»Pax« ist ein zentraler Begriff bei Giacinto Scelsi. In den Tre canti sacri wird das Wort im Rahmen des Gloria-Textes eindrücklich vertont, in Konx-Om-Pax kehrt es im Titel wieder. Darüber hinaus steht Pax für eine vermittelnde Haltung, wie sie für Scelsi charakteristisch ist: zwischen Ost und West, zwischen Improvisation und Notation, zwischen Klang und Konstruktion, zwischen Transzendenz und Immanenz. Im vorliegenden Band wird der Versuch unternommen, die von Scelsi publizierten Partituren der beiden Werke Tre canti sacri und Konx-Om-Pax einer detaillierten Analyse zu unterziehen. Dabei steht im Vordergrund, daß sich Scelsis Beitrag zur Musikgeschichte ganz konkret in der Entwicklung einer eigenen Formkonzeption, Harmonik und Satztechnik manifestiert. Diese Musiksprache und ihre Semantik stehen trotz ihrer Individualität in einem spannungsvollen aber engen Verhältnis zu Geschichte und Gegenwart der abendländischen Kunstmusik.

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