Markus Roth: Der Gesang als Asyl

Analytische Studien zu Hanns Eislers Hollywood-Liederbuch

(sinefonia 7)
303 S., Pb., Notenbeisp.

In diesem Buch geht es nicht um einen zusammenhängenden und inhaltlich gerundeten Liederzyklus, sondern vielmehr um ein fallengelassenes Projekt: um ein Konvolut von mehr als fünfzig Klavierliedern, die Hanns Eisler 1942/43 im kalifornischen Exil in einer Mappe mit der Aufschrift Hollywood-Liederbuch sammelte, ohne sie später in eine verbindliche zyklische Ordnung zu bringen.

Die vorliegende Studie beschreibt zunächst die biografischen und ästhetischen Voraussetzungen des Liederbuch-Projekts, dessen Ausgangspunkt ›tagebuchartige‹ Vertonungen von Gedichten aus Brechts Steffinscher Sammlung bilden, um sich ihrem Gegenstand danach aus verschiedenen analytischen Perspektiven anzunähern. Der Eigentümlichkeit des Liederbuchs, das von einer erstaunlichen stilistischen Heterogenität und kompositionstechnischen Vielfalt geprägt ist, entspricht eine Art Collage-Ordnung der Darstellung. Als Leitgedanke dient der Ansatz, Eisler konsequent von Schönberg und seiner Musiktheorie her zu begreifen.

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