An den Rändern des Maßes.

Der Komponist Gerald Eckert

Herausgegeben von Gisela Nauck
383 S., Pb., zahlr. Abb. u. Notenbeispiele

Als wir dieses Buch zu planen begannen, war von Anfang an klar, dass darin nicht nur das kompositorische Schaffen von Gerald Eckert vorgestellt werden sollte, nicht nur „sein Werk“ als Musik und Partitur. Vielmehr sollte ein Netz von Korrespondenzen geknüpft werden zu seinem Leben, zu zentralen philosophischen Fragen unserer Zeit, zu seinem ungemein vielseitigen künstlerischen Tätigsein: als Komponist, Musiker, im elektronischen Studio Arbeitender und Ensembleleiter, als naturwissenschaftlich und literarisch Gebildeter, Konzert- und Festivalorganisator, Maler, Graphiker, Lehrender. Leben aber spiegelt sich auch im Denken, in der Art und Weise des Argumentierens und Fragens, im Antworten Suchen und Finden – im geistigen Diskurs. Damit einiges davon nachlesbar wird bilden vier umfangreiche Gespräche mit dem Komponisten das Gerüst dieses Buches. Die sich bereits darin abzeichnenden Umrisse eines beziehungsreichen Denkens vertiefen und erweitern thematische Spots, Lebens- und Arbeitsberichte, Analysen und Werkbetrachtungen sowie drei große Aufsätze des Komponisten. In seltener Deutlichkeit geben diese Einblick in strukturelle, gestaltbildende und mathematische Grundlagen seiner komplexen Kompositionstheorie und zutiefst zeitgenössischen Ästhetik und Poetik.

 

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