Der blaue Klang

Musik, Literatur, Film, Tonspuren:

Der Wirkungskreis von ECM und der europäisch-amerikanische Musikdialog
Herausgegeben von Rainer Kern, Hans-Jürgen Linke, Wolfgang Sandner
156 S., geb. m. SU, zahlr. teils farbige Abbildungen

ECM ist ein Schallplattenlabel und eine Instanz. Vor vierzig Jahren, als die Firma von Manfred Eicher in München gegründet wurde, kamen die maßgeblichen Jazzaufnahmen aus Amerika. Das hat sich mit der Arbeit von Eicher geändert. Die Edition of Contemporary Music (ECM) gilt heute als das wichtigste Label für Jazz und – nachdem 1984 ECM New Series hinzukam – für die musikalische Moderne von einst und jetzt. Man findet keine europäische und auch keine amerikanische Tonträgerfirma mit dieser anhaltenden Qualität, keinen Produzenten mit diesem weltweiten Ruf, kein Produkt, das so ein charakteristisches Erscheinungsbild aufweist und keine kontinuierliche Arbeit, die so die aktuelle Musikentwicklung mitbestimmt und die Rezeption von Klang geprägt hat. Maßstäbe setzende Komponisten und Interpreten wie Keith Jarrett, Jan Garbarek, Arvo Pärt, György Kurtág haben die wesentlichen Werke ihres Œuvres auf ECM veröffentlicht. Mittlerweile sind mehr als eintausend Schallplatten und CDs auf dem Münchner Label erschienen. Mit der Veröffentlichung von Der blaue Klang möchten die Herausgeber das weitverzweigte Wirkungsfeld von ECM dokumentieren und in einen Zusammenhang mit ästhetischen, ökonomischen und kulturpolitischen Tendenzen bringen. Das Buch enthält die Vorträge eines Symposiums, das im Rahmen eines ECM-Schwerpunktes beim Festival „Enjoy Jazz“ im Oktober 2009 gehalten wurden, ergänzt um Beiträge, die das Engagement von ECM und Manfred Eicher im Bereich von Film, Theater und Literatur belegen.
Den Band beschließt eine Chronik aus vierzig Jahren ECM.

 

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