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Bernhard Rietbrock: Alvin Luciers

reflexive Experimentalästhetik

298 S., Pb.

Das gewöhnlich Unhörbare hörbar zu machen, darin besteht die Pionierarbeit Alvin Luciers. Ausgehend von einem traditionellen Musik­verständnis, wie es noch während seines neoklassizistisch geprägten Kompositionsstudiums vorherrschend war, zeichnet die Studie Luciers Schaffen über die live-elektronischen Verbalpartituren ab 1965 bis zur letzten Werkphase der reinen Instrumentalstücke ab 1982 nach. Die minimalistische Konsequenz, mit der er auf die Phänomenalität des Klangs hört, verweist dabei stets auf das reflexive Moment des Wahrnehmens selbst. Der Einsatz von Live-Elektronik orientiert sich zumeist an wissenschaftlichen Experimenten und fokussiert dabei akustische Eigenheiten von natürlichen und architektonischen Räumen sowie den physikalischen Eigenschaften des Schalls. Auch die Instrumentalstücke von Luciers letzter Werkphase stehen trotz traditioneller Notationsformen und Konzertsituationen außerhalb eines konventionellen Musikverständnisses und betonen Luciers radikale ästhetische Position, indem sie allein das Phänomen der Schwebungen thematisieren. Unter besonderer Berücksichtigung der dezidiert experimentellen Positionen und Konzepte Luciers wird dessen gesamtes Œvre historisch wie theoretisch erschlossen. Dabei wird der Begriff des Realen nach Jacques Lacan fruchtbar gemacht und stellt sich als Schlüsselbegriff für die Analyse des Werkes und der Ästhetik Alvin Luciers heraus, wodurch seine Bedeutung als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts greifbar wird.

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