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Schnee von morgen

Statements zum Musiktheater der Zukunft

Herausgegeben von Marion Hirte, Daniel Ott, Manos Tsangaris, Malte Ubenau

232 S., Pb., Texte in deutscher und in englischer Sprache

Lange Zeit schien vollkommen klar, was Musiktheater ist und wo es stattzufinden habe: auf einer Bühne mit davorsitzendem (oder -stehendem) Publikum. Dieser Modus ist spätestens im 21. Jahrhundert auseinandergeflogen. All das, was szenisch komponiert, entworfen, entwickelt wird, findet in unterschiedlichsten Räumen und Situationen statt — die Dispositive sind Teil des kompositorischen Prozesses geworden. Ob Guckkasten und Frontalsituation, technologischer Medienmix, Stadtrauminszenierung oder partizipative Performance, vor allem ist die Frage, welche Perspektiven das Publikum wo im Geschehen entwickeln kann zum wesentlichen Aspekt all dieser Ereignisse geworden.

Doch wie geht es weiter? Wie könnte sie aussehen, die Zukunft des Musiktheaters? Und wie das Musiktheater der Zukunft? Welche Herausforderungen, Fragen und Hoffnungen stehen im Raum? Für den SCHNEE VON MORGEN haben Marion Hirte, Daniel Ott, Manos Tsangaris und Malte Ubenauf (Leitungsteam der Münchener Biennale – Festival für neues Musiktheater von 2016–2024) sehr unterschiedliche Player um Statements zur Zukunft des Musiktheaters gebeten. Die Kommentare und Vorhersagen von Künstler*innen und Forschenden wie Brigitta Muntendorf, Alexander Kluge, Stefan Prins, Chaya Chernowin, Thomas Köck, Shirley Apthorp, Enno Poppe, Achim Freyer, Eloain Lovis Hübner, Noa Frenkel oder Trond Reinholdtsen sind (frei nach Fernando Pessoa) vielgestaltig wie das All: euphorisch, fordernd, ironisch, heftig, lustig, poetisch und irritierend.

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