Johannes Schöllhorn: Karte, Uhr und Partitur

Variationen und Volten über Eroberung und ihre Begleitmusik

herausgegeben von Rainer Nonnenmann

512 S., Pb.

Dieses Buch unternimmt nichts Geringeres als eine ideologiekritische Durchleuchtung der Voraussetzungen der europäischen Kunstmusik seit der „Entdeckung“ Amerikas durch Columbus 1492. In knapp zweihundert schlaglichtartigen Texten befragt Johannes Schöllhorn unterschiedliche Phänomene wie Seefahrt, Piraterie, Abenteuerlust, Forscherdrang, Globus, Eisenbahn, Telegraphie, Automobil, Internet, Luft- und Raumfahrt. Ins Zentrum stellt der Komponist dabei die drei titelgebenden Hauptinstrumente, die diese expansive Mobilität überhaupt erst ermöglichen: „Karte, Uhr und Partitur“. Konfrontiert wird die Vielfalt der Themenfelder von Malerei über Architektur, Wirtschaft, Militär, Sport, Religion, Philosophie, Tourismus bis zur Industrialisierung beharrlich mit der Frage: „Und was hat das mit Musik zu tun?“ Wie korrespondiert die technische Erfassung von Zeit und Raum mit dem Aufkommen von Notendruck, Stimmungssystemen, Tonalität, Orchesterdisposition, Konzertsaal, Formmodellen, Takt, Metrum, Puls? Zu welchen Arten der Vermessung, Erschließung und Eroberung von Menschen, Kulturen, Märkten und Musiken der Welt lieferten Komponierende damals wie heute die „Begleitmusik“?

Textprobe: Musik der Migration

Inhaltsverzeichnis

 

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