Tom Rojo Poller:

Kompositorische Sprachübertragung in zeitgenössischer Instrumentalmusik

(sinefonia 23)
293 S., Pb., Notenbeisp.

Das Verhältnis von Musik und Sprache, wie es als besonders enges und wirkmächtiges in die Geschichte europäischer Kunstmusik eingeprägt ist, hat sich stets im Wechselspiel von produktiv-künstlerischen Phänomenen und rezeptiv-theoretischen Paradigmen weiterentwickelt. Als neuartiger, durch etablierte Kategorien nicht mehr angemessen beschreibbarer Ansatz ist in zeitgenössischer Musik vermehrt ein kompositorischer Bezug auf Sprache festzustellen, der keinem konventionellen Referenzschema folgt, sondern potenziell ganz unterschiedliche sprachliche Aspekte als Vorlage nimmt, um diese intermedial übertragend in musikalische Zusammenhänge zu transformieren. Die vorliegende Studie versucht, diesem spezifischen Umgang mit Sprache beizukommen, indem sie ein Konzept von Übertragung, wie es in Medien- und Kunstwissenschaften schon länger diskutiert wird, für musikbetrachtende Zwecke anverwandelt und in vergleichenden Einzelanalysen von acht vornehmlich aus den letzten 30 Jahren stammenden Instrumentalkompositionen praktisch erprobt. Ziel ist es dabei, die Übertragung von Sprache als eine stil- und autorenübergreifende Strategie zeitgenössischen Komponierens kenntlich zu machen, deren spezifische Verfahrenslogik sich in ganz unterschiedlichen kompositorischen Ergebnissen ausprägen kann und die damit das musikgeschichtliche Verhältnis von Sprache und Musik vielgestaltig fortschreibt.

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